Am 24.12.2005 erschien mein erstes Buch „Die Zeit ist ein Dieb“. Randvoll mit Gedichten und Anekdoten aus dem Leben.

Gedichtband „Die Zeit ist ein Dieb“ von Christian Dinse

In acht Jahren

Am Anfang stand Stille. Das Wort Stille. Alles begann im Sommer 1997. Mitten in der Nacht verfiel ich dem Drang, Worte in den Raum zu werfen. Ohne darüber nach zu denken lief der Faden immer weiter und weiter, bis nach ein paar Minuten ein erstes Gedicht dabei heraus gekommen war. Judith fand es prima und ehrlich. Damit war der Grundstein gelegt und erste Worte konserviert.

Ich bin kein Dichter, genieße aber die Situation und Chance mit Worten zu spielen und Alltägliches zu dokumentieren. Judith und Tanja landeten. Erst schemenhaft, dann immer deutlicher wurde ihre Erscheinung. Freundschaften für die Ewigkeit, helfende und schützende Hände. Sie waren Halt für mich, sich selbst nicht zu Schade, Kritik zu üben.

Erschütternde Erlebnisse hinterliesen ihre Spuren. Im Januar 1998 die traurige Geschichte von Carla. Im März Jana. Es ging Schlag auf Schlag. Götz, mein bester Freund, auch er verschwand. Erst spät habe ich es realisiert und begriffen, verarbeitet. In schweren Zeiten entstanden schwere und traurige Worte. Erleichtert erst im Frühling 1998 durch Sonne und Akzeptanz. Neuer Lebensmut aus Liebe. Neue Aufgaben, Umbruch – das Ende der Schule. Endlich ins Leben und nicht nur so tun.

Realisieren

Keine Ahnung ob es wahr war, aber die geschriebenen Sachen kamen gut an. Es war Ansporn immer weiter zu machen. Hoffentlich habt ihr mich damals nicht belogen. Selbst bin ich nicht kritisch genug zu verstehen ob meine Worte schön oder Schund sind. Ein Stück weit habe ich mich immer bemüht einen Stil zu waren. Nicht, dass über Kantinenessen zu Schreiben nicht auch Stil haben kann, aber es ist doch eigentlich nicht das, was Poesie ausmacht.

Dezember, 2005

Skizzen und Scans